Top-Trends der Prozessindustrie 2019

Machine Learning, KI und Predictive Analytik zählten im vergangenen Jahr zu den Top-Themen in der Prozessindustrie. Auch in 2019 weisen alle Trends in Richtung digitale Transformation. Aspen Technology, Inc., Anbieter von Software zur Optimierung von Industrieanlagen, hat die Prognosen seiner Experten eingeholt.

Druck aus Asien treibt APM 2.0 sowie neue Geschäftsallianzen an
In der Öl- und Gasindustrie wird die digitale Transformation neben dem IIoT vor allem von der Raffinationsindustrie in Asien forciert. Unternehmen in Indien, Malaysia, Thailand, Indonesien und China treiben die Migration von neuen Technologien aggressiv voran, um sich vom traditionellen Wettbewerb in Europa abzusetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Visualisierung und Datenanalytik sowie das Ziel einen ganzheitlichen Einblick in die komplette Anlage zu gewinnen. Der wachsende Einsatz von Machine Learning-Technologien unterstreicht diesen Trend.
Die fortschreitende Digitalisierung wirkt sich entscheidend auf interne Arbeitsprozesse und die organisatiorische Struktur von Unternehmen aus. Auch die Anforderungen an die Beschäftigten in Raffinerien und im Anlagenbau verändern sich. Anlagenbetreiber werden zudem verstärkt auf Industriekooperationen setzen und ihre Geschäftsallianzen über die gesamte Supply Chain hinweg ausbauen, um Herausforderungen nachhaltiger lösen zu können.

Weiter auf Wachstumskurs – Neuer Fokus Spezialchemie 
Die Chemieindustrie gewinnt auch 2019 weiter an Fahrt. Zu den Wachstumsfaktoren zählen u. a. die hohe Nachfrage nach Bulkchemikalien in Asien sowie der Zugang zu billigen Rohstoffen in Nordamerika und den damit verbunden Kostenvorteilen der dort ansässigen Hersteller. Für europäische Chemieunternehmen lassen sich zwei wichtige Trends beobachten: Zum einen werden sie verstärkt billige Rohstoffe aus den USA importieren. Zum anderen drängen sie zunehmend in den Markt für Spezialchemikalien, um von den dort höheren Gewinnmargen zu profitieren. Die Komplexität des Sektors könnte sich für Europa als Vorteil erweisen und dem technischen Know-how der hiesigen Hersteller entgegen kommen.
Das neue Jahr hält jedoch auch Herausforderungen parat. Der Handelsstreit zwischen den USA und China – und in geringerem Maße zwischen den USA und der EU – bringt auch für die Chemieindustrie Unsicherheiten mit sich. Gleichzeitig hält die Konsolidierungsphase an. Die Fusionen und Übernahmen wiederum setzen einen hohen Integrationsgrad von Assets, Software und Plattformen in der gesamten Branche voraus.
 

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